Fledermausfreundliches Haus • Oberbergstraße 9 • 23795 Bad Segeberg • Infotelefon: 0431-210 90 80
Fledermäuse in SH: Hausarten
 
Die Fransenfledermaus ist sowohl "Hausfledermaus" als auch "Waldfledermaus". Denn nach bisherigem Wissen besiedelt diese mittelgroße Fledermausart im Sommerhalbjahr sowohl Gebäude als auch Baumhöhlen. Wochenstubengesellschaften befinden sich beispielsweise in Hohlräumen von Außenwandverkleidungen oder in Zwischenwänden von Häusern. In den vergangenen Jahren sind in südlicher gelegenen Bundesländern auch Quartiere in hohlen Decken oder Wänden von Kuhställen gefunden worden. Dort verließen die Fledermäuse den Kuhstall zum Teil nicht einmal um auf Beutesuche zu gehen:

Fransenfledermaus

Anstatt in die Umgebung ihres Quartiers auszufliegen, sammelten sie die vielen Fliegen von den Decken und Wänden in den Stallungen ab! Abgesehen von solchen Besonderheiten jagen Fransenfledermäuse gerne im Wald oder in einer reich strukturierten Landschaft, die durch eine Vielzahl von Gehölzen (Baumgruppen, Knicks, Alleen, Obstgärten, Parks…) geprägt wird. Als Gebüschjäger sammeln Fransenfledermäuse – wie in den Kuhställen - auch im Freien ihre Beute überwiegend direkt vom Untergrund ab. Auf Blattoberflächen oder Baumstämmen sitzende Insekten und Spinnen werden zielsicher aufgespürt und erbeutet.
Sommervorkommen von Fransenfledermäusen in Baumhöhlen sind vermutlich ebenfalls normal, sie werden jedoch wahrscheinlich seltener entdeckt.
Fransenfledermäuse überwintern in unterirdischen Hohlräumen wie z.B. der Segeberger Kalkberghöhle, Bunkern oder alten Kellergewölben. Da jedoch immer wieder einmal Fransenfledermäuse mit Erfrierungen an den Ohrspitzen auffallen, ist es aber auch möglich, dass ein Teil der Fransenfledermäuse auch an nicht frostsicheren Orten über der Erde (z.B. in Baumhöhlen) den Winter verschläft.