Fledermausfreundliches Haus • Oberbergstraße 9 • 23795 Bad Segeberg • Infotelefon: 0431-210 90 80
Fledermäuse in SH: Waldarten
 
Nach dem Braunen Langohr ist die Bechsteinfledermaus diejenige mit den längsten Ohren in Schleswig-Holstein. Bechsteinfledermäuse sind mittelgroß, haben eine Spannweite von 25-29 Zentimetern und wiegen zwischen 7 und 14 Gramm.
Die Jagdgebiete liegen großenteils im Wald. Vor allem in feuchten und warmen naturnahen Laub- und Mischwäldern, weniger im Nadelwald. Auch Parks und Gärten werden zur Jagd aufgesucht. Bechsteinfledermäuse fliegen meist eng an der Vegetation orientiert. Dort lesen die Fledermäuse Beutetiere von Zweigen bzw. Blättern ab. Wie auch Langohrfledermäuse haben Bechsteinfledermäuse sehr breite Flügel, so dass sie sehr geschickt auf engstem Raum manövrieren können. Sie können sogar an einer Stelle in der Luft stehen bleiben, wie man es bei den Vögeln von Kolibris kennt.

Bechsteinfledermaus

Wochenstuben finden sich fast nur in Baumhöhlen oder in runden, voluminösen Fledermauskästen. Sommerquartiere in Gebäuden sind sehr selten.
Für den Winterschlaf sucht ein Teil der Bechsteinfledermäuse unterirdische Hohlräume wie etwa Höhlen, Stollen oder geräumige Kellergewölbe auf. Vermutlich wissen wir es aber zu Zeit nur nicht, dass etliche Bechsteinfledermäuse auch in Baumhöhlen und in anderen oberirdischen Quartieren, die zeitweise nicht frostfrei sind, überwintern. Denn öfter findet man im Sommer Einzeltiere mit Frostschäden an den Ohrspitzen, die sie in frostfreien, unterirdischen Winterquartieren nicht bekommen würden.