| Schon seit Jahrhunderten suchen Fledermäuse an Gebäuden in unseren Dörfern und Städten ihre Verstecke. Denn keine unserer heimischen Arten ist in der Lage, sich ihren Unterschlupf selbst zu bauen.
Kleine Spalten im Dach, Hohlräume hinter Verkleidungen oder in Hauswänden, warme Dachböden in Häusern oder Kirchen sind beliebte Verstecke der Fledermäuse.
Diese Quartiere bieten den Fledermäusen nicht nur Schutz vor der Witterung und natürlichen Feinden, sondern sie stellen auch den Mittelpunkt im Leben der Fledermäuse dar.
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In den so genannten Wochenstubenquartieren werden die kleinen Fledermäuse geboren und von den Fledermausweibchen aufgezogen, in anderen Quartieren halten die Fledermäuse ihren Winterschlaf und auch zur Paarung halten sich Fledermäuse in ihren Verstecken auf. Quartiere die den Fledermäusen gut gefallen, werden dann in jedem Jahr erneut aufgesucht. Es bilden sich Traditionen, die von einer Fledermausgeneration an die nächste weiter gegeben wird.
In einem Fledermausquartier können sich Einzeltiere, kleinere Gruppen zusammen oder Kolonien von mehr als 100 Tieren einfinden. Die Anzahl der Fledermäuse in einem Quartier hängt zum einen von der Geselligkeit der jeweiligen Fledermausart ab, zum anderen von der Funktion des Quartiers als Wochenstube, Überwinterungsplatz oder Unterkunft eines einzelnen Fledermausmännchens.
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